Arbeit am Epochenwechsel

Isaac van Deelen

Quote of the day

03-11-2023

It is often said that many people yearn for a policy that matches words with deeds. But when that actually happens, they refuse to face the new realities and flee into the arms of parties that promise them that the future will be as carefree as the past never was. This great, indeed collective, contradiction is more clearly demonstrated in Habeck's person than in anyone else.

(Das deutsche Original fällt unter das Leistungsschutzrecht.)
Ceterum censeo LSR esse delendam.

>
JANA  HENSEL

Snap Around

17-02-2024

The Queen of Netherworld

 

Ich bin befangen!

In meinen Augen – ist Neal Stephenson einer der wenigen ernst zu nehmenden Literaten unserer Zeit. In meinen Augen ist er ein Nobelpreis-Kandidat – zumindest erachte ich seine literarischen Verdienste für höher als die von Bob Dylan (den ich ebenfalls verehre, aber nicht wirklich als Literaten).

Noch keine Bewertungen vorhanden

Wie jeder andere Autor auch, hat Stephenson starke und weniger starke Bücher geschrieben, und welche wo einsortiert gehören, hat gewiss auch mit persönlichen Präferenzen zu tun. Ich selbst habe alle Bücher (die ich gelesen habe, wenige fehlen) gern gelesen, selbst dann, wenn ich sie bei den Schwächeren verortet habe. Mein Wohlwollen wird wesentlich vom Erzählduktus des Autors gefüttert: visionär! Und gern opulent, stets intelligent, bisweilen genial, politisch und psychologisch so tiefenscharf wie feinfühlig, oft spannend, dazwischen (oft genug) erhellend. Wenn ich Schwächen bemerke, so weil er manchmal zu ausladend erzählt, oder … sie sind „konstruktiver Natur“: zuweilen überzeugt mich die Story nicht.

Guillaume Paoli schreibt "Geist+Müll"

31-12-2023

With All Due Respect – THINK!

 

Any News is Good News. Wenn ich die Verkaufsstatistik von Amazon richtig lese, muss man für Guillaume Paoli gar nicht mehr soo viel tue: es läuft. Dass meine Empfehlung wie ein Verriss daher kommt, sagen wir: so tut, als wäre es einer, wird dem Buch also kaum schaden. Ernsthaft aber: Paolis Einkreisung des allgemeinen Desasters liest sich flott.

Heute im Angebot: das Desaster

Average: 4.5 (2 Bewertungen)

„Die sekundäre Verdrängung besteht also darin, das Desaster in einem ersten Schritt anzuerkennen, um es dann in sein Gegenteil umzudeuten. Zwischen Verneinen und Bagatellisieren werden nur Scheingefechte geliefert.“ (S.22/23)

Jeder weiß, dass „reaktionär” ein beleidigendes Attribut ist; man erwartet nichts Gutes. Ich setze es allerdings als Eye Catcher ein: das Denken des Guillaume Paoli ist eine Reaktion, und zwar eine ebenso wütende wie verzweifelte Reaktion auf das herrschende Desaster (die allgegenwärtigen Reden von Katastrophe, Klimawandel, Artensterben, usw. … erscheinen dem Autor zu verbraucht und auch jeweils zu spezifisch: alles hängt zusammen; und so wählt er den Begriff „Desaster“ für die Zustandsbeschreibung der Welt von heute).

Reaktionäres Denken weiterlesen >>

Glaub doch was Du willst!

C R E D O – FRISCHER GLAUBE FÜR 2024

Was schert mich mein Geschwätz …

 
10-01-2024
48120

Bekanntlich steht dieser Blog unter dem Motto: Ich ändere meine Meinung häufiger, als mir lieb ist. Das ist nur am Rande ein wenig Koketterie, überwiegend liegt es daran, dass ich vielschichtig unwissend bin und breitgefächerte Vorurteile habe (nicht!: pflege), und die dergestalt auf schwachen Fundamenten errichteten Meinungen sich ändern (müssen), wenn neue, oder – aus der Perspektive dieser Insuffizienz – überraschende Sachverhalte hinreichend glaubwürdig erscheinen.
Dann (und nur dann) gilt: was schert mich ...

Maybe, it’s nothing but bullshit

Das "Techno-optimist Manifesto"

Für einen aufgeklärten Techno-Pessimismus

 
23-11-2023
20594

Marc Andreessen erfand mit Mosaik und Netscape die ersten Browser und wurde damit einer der Wegbereiter des Internet. Heute ist er milliardenschwerer Gründungspartner von Andreessen Horowitz LLC, einer der grössten VC-Firmen im Silicon Valley. Er ist schon oft mit provokativen und polarisierenden Essais an die Öffentlichkeit getreten; gut erinnerlich sein Claim: „Software is eating the world.”

Überfall der Hamas

Palästina, ein Vorwand

Ende der Dialektik

 
08-10-2023
7334

Kippen schnippen am Pulverfass. Ukraine, Taiwan, Armenien, Israel – als würden die Lemminge diskutieren, über welche Klippe sie zu springen gedenken. Natürlich ist das eine falsche Metapher, die die Initiative von den Tätern auf die Opfer verschiebt. Aber von genügend weit oben, aus dem All etwa, wenn die Unterscheidung schwerer fällt, könnte man auf die Idee kommen, dass die Menschheit auf dem Vulkan tanzt.

25-08-2022
22898

Nach Golde drängt. Am Golde hängt Doch alles.

 
15-07-2022
15123

Lanz und Precht

 
21-06-2022
11420

Nils Westerboer schreibt Athos 2643

 

Die Theorie und das Leben

Fukuyama versus Geuss

Was meint liberal?

 
31-10-2023
31882

Wer schon würde sich als illiberal bezeichnen? Allein der Hinweis auf Victor Orban genügt, um grösstmöglichen Abstand zu suchen. Ex negativo ist sofort klar, dass wir aber so was von liberal sind! Umgekehrt, sozusagen ex positivo, wäre dagegen gar nicht so einfach, den Liberalismus jenseit einiger Gemeinplätze zu definieren. Zufällig (?) haben Raymond Geuss und Francis Fukuyama ziemlich zeitgleich darüber nachgedacht, was Liberalismus ist und wie sie dazu stehen.

Eva von Redecker schreibt "…

Wenn ich zum Augenblicke sag: verweile doch

Über den Versuch, Freiheit zeitlich zu denken

 
12-10-2023
23044

Nimm diesen Kalenderspruch von Ludwig Wittgenstein: „Die Grenzen Deiner Sprache sind die Grenzen Deiner Welt”. Dreh in um und …Du findest in Deiner Sprache die Welt. Analog: Du bist, was du isst; also: Du lebst, was Du redest; vermutlich richtig. Die kritische Paraphrase aber besagt: Die Sprache macht blind für alles, was sie nicht abbildet. Wiederum umgedreht, kannst Du, können sich, in Deiner Sprache Blindstellen oder Zugriffslücken verstecken.

Epochenbruch IV

KI – Die Kopie als Original

Urheberschaft – das letzte Eigentum

 
15-07-2023
19352

Am 19.IV 2023 hielt Amrei Bahr unter dem Titel „Alles nur geklaut? – ein kopier-ethischer Blick auf ChatGPT” einen Vortrag an der Justus Liebig Uni, den der Deutschlandfunk in seiner PodCast-Serie „Hörsaal“ am 26.Mai ausstrahlte.

Amrei Bahr ist Juniorprofessorin für Philosophie der Technik & Information an der Uni, promovierte 2017 in Münster über die moralischen Rechte von Urheber*innen an ihren geistigen Schöpfungen, war Fellow der Forschungsgruppe „Ethik des Kopierens“ in Bielefeld und zuletzt Postdoc in Düsseldorf.

Politische Science Fiction

(weil: Hier wird das nix!)

 
17-05-2023
27371
Kurz vor dem Einschlafen

Surfing down the Metoo-Wave

 
29-04-2023
15123
Political Science Fiction

('cause: it won't work out here!)

 
28-04-2023
25708
Precht/Welzer schreiben "Die Vierte…

Kommt noch soweit, dass wir über Inhalte reden!!

 
09-11-2022
29174
Der grosse Knall

denen ist die Zukunft egal!

 
18-10-2022
27847
In Gefahr und grosser Not

bringt der Mittelweg den Tod

 
18-10-2022
30335
Marc Saxer denkt nach

nur eben noch die Welt ret-ten …

 
25-07-2022
28543
Roberto Simanowski schrieb „…

Realität – KI – Science Fiction 

 
09-05-2022
31624
DefCon 2

Eine Reifeprüfung 

 
07-04-2022
19905
Ken Follett schreibt "Never"

literarisch und inhaltlich mittel, aber überzeugend

 
20-02-2022
7232
Europe is The Battlefield

Mehr Initiative, wenn ich bitten darf

 
24-01-2022
26812
Andreas Reckwitz schrieb: „Die…

Ein Nach Ruf

 
06-12-2021
17806
Weltrettung zufällig entdeckt?

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

 
18-10-2021
26427
Die Ursachen der Krise

Die Kandidat:innen sind Zeichen der Zeit

 
19-08-2021
51935
Das Wirtschaftsforum der SPD schreibt

eine Transformationsstrategie

 
18-06-2021
39131

Der Text war bereits in der ersten Version ("Tractatus Mundo Digitali") ein abenteuerliches Unterfangen; eigentlich müsste man sagen: in der zweiten Version, wenn man den Versuch von 1921, das berühmte "Tractatus logico-philosophicus", mitzählt. Naja, wer will sich denn heute noch mit dem ollen Plunder beschäftigen. Und so beglückt Wittgenstein uns von Zeit zu Zeit mit einem neuen Versuch, das notwendige Denken auf den aktuellen Stand zu bringen.

Dieser neue Versuch, das hier angekündigte "Tractatus II", ist in Arbeit; noch ziert sich der Autor, aber bald ... 

 

Die (alte) WebSite zum "Tractatus Mundo Digitali" 

Der Teil 1 – der es sich zum Ziel gesetzt hat, die grossen Risiken unserer Zeit zu diagnostizieren, erschien zum denkbar günstigsten Zeitpunkt: am 28-02-2020. Vom Risiko einer Pandemie war nicht die Rede. Tja. Ehrlich gesagt: die Wenigsten hatten das auf dem Radar. Und an den Risiken: Finanzindustrie, Digitalisierung, Klimawandel und Migration – hat sich ja nicht viel geändert.

Das Buch steht zum Download bereit

komplett
Kapitel 1 Ökonomie
Kapitel 2 Digitalisierung
Kapitel 3 Ökologie
Kapitel 4 Migration
Kapitel 5 Nuklear, Corona et all.

Forget Wittgenstein “2.0” ein MultiMedia eBook komplett überarbeitet*

Lesebuch 15 Short Stories plus 1 "Bonustrack", ca. 289 Seiten
Hörbuch 15 Audiotracks plus 2 "Bonustracks", ca. 510 min
Videobuch 13 Videos, ca. 80 min Bilderbuch ca. 220 Abbildungen

* die Version 2.0 ist im Apple BookStore zum Preis von € 7,99 erhältlich
p.s. Das überarbeitete Tractatus II wurde in eine eigene Edition ausgegliedert