Demokratie

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Im ersten Teil dieses Essays galt der Blick dem Krieg und der Welt – und mir gruselte. Immerhin: kaum war das Stück (am 18.) online, da hatten die Hinweise auf das Fehlen eines Marshall-Plans für die Ukraine auch schon Gehör gefunden (am 24.). Whow! Das ging schnell!

Ost und West

Debatten von Gestern

Der Film über Uwe Tellkamp und das Dresdener Elbhang-Bürgertum auf 3SAT gestern Abend hat mich einigermaßen erschüttert. Der zentrale Aspekte in dieser Auseinandersetzung interessiert mich gar nicht: Ob er rechts ist, abgedriftet ist oder der Neuen Rechten Vorschub leistet. Mich beschäftigt mehr die Frage, ob uns ein solcher Konflikt beschäftigen sollte.

Die KI kommt ins Hirn oder umgekehrt

Es gibt einen Wikipedia-Eintrag für den Essay, eine „offizielle“ Definition der Gattung dagegen gibt es nicht. Man liegt nicht ganz falsch, in einem Essay den Versuch zu sehen, ein kulturelles oder politisches Thema in seiner Breite und Tiefe zu behandeln. Genau das macht es schwer, den Essay "Todesalgorithmus" von Roberto Simanowski zusammenzufassen.

Ivd 09-05-2022

Über die gesellschaftliche Verfasstheit

Entschlossenheit, Demokratie – oder beides?

Auf Facebook kommentiert Dirk Specht einen Text aus der NYTimes über „China’s Xi Jinping Remakes the Communist Party’s History in His Image“. Die Notiz liegt schon ein paar Tage zurück, weil Facebook es für richtig befand, mir das erst gestern anzuzeigen …. Das macht aber nichts: die angesprochenen Fragen sind langfristiger Natur.

Seit vielen Jahren belästigt mich das Gefühl, dass die Richtschnur des Handelns, unser Verständnis davon, was gut oder richtig ist, ins Wanken geraten ist. Wir bewerten etwas als gut, das dann einer Überprüfung nicht standhält. Wir wissen gar nicht mehr genau, was eigentlich gut ist (z.B.): Wachstum schafft Wohlstand UND Klimawandel. Unsere Vorstellungen sind mehrdeutig, ungenau. Im ersten Teil dieses Essays stelle ich Überlegungen zur inneren Dialektik von Wertvorstellungen an.

Worüber kann man, worüber muss man diskutieren? Diskutieren in dem Sinne, dass Meinungen, Haltungen, Standpunkte denkbar und auch dann noch akzeptabel sind, wenn sie unvereinbar auseinander liegen? Was nicht diskutiert werden kann, nennen wir ein Tabu. Immer wieder werden Tabus gebrochen: mal tanzt der Zeitgeist aus der Reihe, mal haben sich die tabuisierenden Umstände verändert.