• Alle Indizien für das Misslingen der Schöpfung lösen eine mephistophelische Heiterkeit in ihr aus. Den Luxus der Sinnlosigkeit zu genießen, sich selbst zu durchschauen und doch gut zu finden – darauf läuft es am Ende hinaus. Am Nachruhm zu arbeiten und ansonsten keine Utopie zu verfolgen. All das, wie Nietzsche es gefordert hat, nicht ohne »Strenge und Härte« gegen sich selbst. Lisa Eckhart als Bühnenfigur, das ist eine Dekadenzerscheinung, welche die dahinter verborgene Sprachkünstlerin schrill zu verdecken oder gänzlich zu absorbieren vermag. 

    All evidence of the breakdown of creation triggers a Mephistophelian cheerfulness in her. To enjoy the luxury of meaninglessness, to be able to understand oneself and yet find it good - that is what it comes down to in the end. To work on posthumous fame and otherwise pursue no utopia. All this, as Nietzsche demanded, not without "severity and hardness" against oneself. Lisa Eckhart as a stage figure, that is a decadence that is able to shrilly cover or completely absorb the language artist behind it. 

    PETER  KÜMMEL in der ZEIT (20.02.2020)

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