TIME

Nicht definiert

Die Scholastik

Christoph Kappes empfiehlt einen „Wissenshappen zum Schnappen“, einen FAZ-Text über die Scholastik als „Hardcore für Leute mit Philosophie-Interesse“. Na, das wäre dann ich.

Bin aber ratlos danach.

Wie soll ich mich ausdrücken? Bin ich gegen Wissenshappen? Im Gegenteil. Mir scheint, es kommt darauf an, wann welcher Gegenstand auf dem Radar als „Wissenshappen“ erscheint.

Deutsch

Zukunft ohne Technologie?

Seit zwanzig Jahren grübele ich darüber nach, warum ich mich von der (radikalen) Linken abgewandt und - stattdessen - der "Zukunft" zugewandt habe. Wenn mich Freunde ob meiner Konversion gegrillt haben, war ich meist neblig frech bis sprachlos ungenau, zumal ich mich weder von der Kritik, noch von der Aufklärung und Rationalität abgewandt habe. Ich hatte es im Gefühl, aber einfach noch nicht be-griff-en.

Deutsch

Kenn ich nicht

Es passiert nicht so oft, dass ich sprachlos bin.

Als ich "Occupied" gesehen habe, hielt ich die Ausgangslage (Die In-Betriebnahme eines Thorium-Reaktors) für willkürliche SciFi. Mag sein, dachte ich so, dass es einen wissenschaftlichen Nukleus (haha) für diese Ausgangslage gibt, naja, wie es halt in der SciFi so geht: notfalls werden zwei, drei Entwicklungsjahrzehnte einfach mal als Vergangenheit antizipiert. Und jetzt kommt da dieser Arte-Film um die Ecke.

Deutsch

Hier denken und handeln

Die (zwangsläufige) Re-Nationalisierung des Denkens (und technologischen Handelns) ist, wenn ich Mozorov richtig lese, Notwehr. Sie ist denn auch nicht anti-europäisch oder anti-kosmopolitisch, sondern ein notwendiger, gleichsam subsidiärer Faktor in einem globalen Kräfteparallelogramm. Nur: jetzt halt da mal den falschen Nationalismus raus ...

Enzensberger hielt den Souveränen Staat für eine völkerrechtliche Fiktion, inzwischen ist er auch und vor allem eine technologische.

Deutsch

Outperforming

Das Einzige, das mich an Sport wirklich interessiert, ist die Frage, inwieweit sportliche Leistungen gesellschaftliche Verfasstheit widerspiegeln. Etwa: Ein Land im Stillstand spielt "Stehfussball" (Deutschland -Österreich, vor Jahr und Tach). Oder: nur der Einzelne kann ausserordentliches leisten (Boris Becker in Wimbledon, annobuffmich). Oder: die Wiederentdeckung der Nation im Sommer 2006). Na klar, kann man diskutieren, wie weit das trägt, wie treffsicher das ist; immerhin dachte ich oft: so übersetzt sich das kollektive Gefühl.

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Das Alte Spiel

Michael Seemann ist ein kluger Kopf. Sein Buch „Das Neue Spiel - Strategien für die Welt nach dem digitalen Kontrollverlust“ behandelt, wie ich meine zutreffend, die Fragen, die sich während und nach der Digitalisierung für „die“ Gesellschaft stellen. Ich habe das Buch mit grossem Gewinn gelesen und bin froh und dankbar, dass „endlich einmal“ jemand diesen Knoten aufgedröselt und durchdacht hat. 

In einigen Punkten sehe ich gravierende Schwächen:

Das Subjekt

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