THINK

Nicht definiert

Das Juste Milieu

Ich beobachte, dass Diskussionen (ihr Kammerton sozusagen) sich mit dem Alter ändern. Radikal und kenntnisarm, von „ich kann nicht anders“ bis revolutionär in der Jugend, unsicher moderat und selbstzentriert opportunistisch, von ungreifbar bis aalglatt in der Mitte des Lebens und zynisch schliesslich, provozierend und rücksichtslos im Alter; nicht selten reaktionär. Mit den Attributen verweise ich bereits auf meine Interpretation: das Sein bestimmt das Bewusstsein. „Freedom‘s just another word for nothing left to loose.“ So die Jugend.

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FlashBack

1999 veröffentlichte Ray Kurzweil sein Buch „The Age of Spiritual Machines“ (dt.: Homo Sapiens, Köln 1999). Beim Research war es mir grad wieder untergekommen. Vor 20 Jahren hatte ich über dieses Buch schon einmal nachgedacht. Und wie ich nun darin blättere und noch mal nachgelesen habe, was ich damals dazu schrieb, bin ich überrascht.

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Für heute und in Ewigkeit

Wie oft am Tag, im Jahr, im Leben – beschäftigst Du Dich mit dem Grundgesetz? Ich auch nicht. Schon: ich hatte so ein gewisses Grundverständnis, aber es einmal lesen, wie man ein Buch liest, jesses! Im November letzten Jahres gab es aber einen Anlass: Das GrundGesetz als Magazin – eine Idee von Andreas Volleritsch und Oliver Wurm – hat einigen Wirbel erzeugt; ich fand die Idee grossartig. Nun lebe ich ja auf dem Land …

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Ein unglückliches Jahr

Was sind eigentlich „glückliche“ Jahre? 
1918? 1945? 1967? 1989? Schaut man in Kenntnis der Ereignisse zurück, so hat sich auch jenen Jahreszahlen ein Geschmäckle angewirtschaftet, die damals vielleicht frühlingshaft frisch oder wenigstens verheissungsvoll geschmeckt hatten. Im Rückblick wird uns 2018 wohl eher als ein „unglückliches“ Jahr erscheinen. Ein kleines, dürres Licht gibt’s erst am Ende des Tunnels. 

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Die SPD als Sozial-Fall

Die SPD debattiert? Eine Scheindebatte, das ist das Problem.

Die Rolle eines Peter Glotz ist vakant, gefühlt bereits seit Jahrzehnten: ein Vordenker der SPD fehlt. Julian Nida-Rümelin hatte sie vielleicht für eine Weile behauptet, stellvertretend, hat sie aber nicht ausgefüllt. Nun bewirbt sich Marc Saxer – und würde er nicht widersprechen, könnte es ihm nie gelingen; im Brotberuf, wenn man das einen Beruf nennen kann, ist er Abteilungsleiter Asien in der Friedrich-Ebert-Stiftung. 

Wanted: Denker

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