THINK

Nicht definiert

Die Grenzen meiner Sprache …

Sapere aude! Wittgensteins Diktum habe ich immer im Kant’schen Sinne interpretiert, nämlich dass an den Grenzen meiner Welt Mangel erkennbar wird; als verwiese mich Wittgenstein auf Lücken in meiner Begriffswelt. „Strebe, suche, benenne“, sagte der Satz zu mir, kenne und erkenne den richtigen Begriff für „alles“: und so – meine adaptierte Fortschreibung – „habe den Mut, Deine Grenzen zu überwinden“. 

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(II) Wandelnde Werte

Im ersten Teil des Essays habe ich Überlegungen zur inneren Dialektik von Wertvorstellungen angestellt. Mir ging es insbesondere um das Spannungsverhältnis zwischen dem was als „gut“ gilt und dem, was eben dieses „Gute“ real ist, nämlich oft höchst mehrdeutig. Dabei habe ich das blosse Misslingen („… gut gemeint, aber …“) vom inhaltlich Unguten unterschieden.

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Anti-Amerikanismus

Samstag-Morgen war gekommen und ein heller, frischer, fröhlicher Sommermorgen war's. Jubel erfüllte jegliches Herz und wenn die Herzen jung waren, so brach er sich durch die Lippen Bahn. Fröhlichkeit thronte auf jedem Gesicht, jeder Schritt war elastisch. Die Akazien standen in voller Blüte und erfüllten die Lüfte mit ihren Düften.

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(I) Wankende Werte

Seit vielen Jahren belästigt mich das Gefühl, dass die Richtschnur des Handelns, unser Verständnis davon, was gut oder richtig ist, ins Wanken geraten ist.  Wir bewerten etwas als gut, das dann einer Überprüfung nicht standhält. Wir wissen gar nicht mehr genau, was eigentlich gut ist (z.B.): Wachstum schafft Wohlstand UND Klimawandel.

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Trumpeter

Das System funktioniert unter der Voraussetzung, dass alle sich daran halten, aber bekanntlich:

„Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“

Donald Trump hat Böckenfördes Diktum bewiesen:
Der Staat selbst kann sich gegen meinen Angriff nicht schützen! Wenn ich alle Regeln breche, ändere ich das System zu meinen Zwecken. 

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Wie Faschismus entsteht

Ich bin nicht mehr allzuoft beeindruckt. 

Vieles von dem, was heute blitzneu daherkommt, kenne ich schon. Das ist in der Musik so, in der Literatur, auf dem Theater, in der Politik sowieso. Es gibt – natürlich – Abweichungen in den Texturen, im Röntgenbild erkennen wir aber: alles schon mal dagewesen … wenn nicht: „nur geklaut und gezogen und gestohlen, ’tschuldigung …“

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Informationen

Wieviele Ansteckungen, wieviele Todesfälle. Seit vier Wochen gibt es nichts Wichtigeres. Die Öffentlichkeit soll informiert sein. Die Forderung ist in einer offenen Gesellschaft nicht verhandelbar. Gleichwohl gilt es, ein paar „abers“ zu prüfen. Ich frage mich, welchen Nutzen diese Daten bereitstellen – und für wen. 

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Kurzschüsse

Ivan Krastev ist ein mitteleuropäischer Intellektueller, der seine Euroskepsis bereits an vielen Stellen ausgedrückt hat. Nun sieht er eine Chance, seine alten Thesen in neue Schläuche zu giessen. In der Zeit veröffentlicht er heute "7 Schlüsse aus der Coronavirus-Krise"; es sind Kurz-Schlüsse.

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