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Sie empfehlen mir die Vorstellung, ich verkürze das, den Sieg des Faschismus zu imaginieren, WEIL sich Amerika etwa nicht engagiert hätte.

Zunächst bedanke ich mich für den Impuls.

Ich kenne das Gedankenspiel: „hätte, hätte, Fahrradkette“. Der Konjunktiv ist keine historische Option und unterhält – „Er ist wieder da“ – nur ein paar Taschenspieler. Wenn Historie und Imagination eine Funktion haben, so im Vorhinein; nachher sind wir alle schlauer. Ich werde Ihrer Empfehlung also nicht folgen.

Vielleicht sagen Sie mir, warum eigentlich?, dass ich mir mehr Mühe geben soll? Und vielleicht hilft Deutlichkeit: Der Anti-Amerikanismus meiner studentischen Jungend, das habe ich geprüft!, interessiert mich nicht. Mehr. Ich ahne jedoch, dass die Wurzeln des politischen (Pro-)Amerkanismus heute, wo denn noch vorhanden, ebenso ideologisch verknotet sind, wie meine Haltung früher (und gebe einen Hinweis, wie es möglicherweise dazu kam). Ich vermute Affekte, gelegentlich sogar nur opportunistisches Sprechen zum eigenen Lager.

Ich rede mit meiner und anderen Vergangenheiten. Ob fehlgeleitet oder ideologisch oder am Ende gar im Recht, sie sind vorbei. Im Vorhinein also sage ich, dass ein NEUER Anti-Amerkanismus nötig ist, ein existentieller, der sich nicht mit einem Herrn Trump aufhält, sondern sich mit geopolitischen, strategischen Überlegungen beschäftigt. Es ist doch so, Frau Dorn, sage ich mir: The Times, They Are a’Changing.

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