Die Generation X hat ein Problem

Weg mit

den Babyboomern!

Tipp Kick Fussballer tritt Babyboomer gegen den Kopf
Dynamisch bis der Arzt kommt: die Babyboomer

Wenn man die Mitte seiner 40er Jahre erreicht hat, wird es aber auch Zeit! Wenn es noch was werden soll, mit der eigenen Karriere, the time is now! Blöd nur, wenn die angestrebten Sessel besetzt sind und, weil die Gesellschaft altert, das Rentenalter sich den 70er Jahren annähert. Und alle Strukturen auf der Welt Tendenz haben, sich zu verkeilen. Und dann sind das auch noch soo viele! 

Seien es die Pfründe oder die drohende Altersdiskriminierung, wer einmal sitzt, der will auch sitzen bleiben. Schlecht für die Generation X; und die sucht: eine Idee! Wie kriege ich diese klebrigen Sesselpupser dazu, den Stuhl zu räumen? Da mag eine Parole helfen, eine Kampagne: Weg mit! Das ist kurz, das ist griffig, und man kann sich sicher sein, dass die Mehrheit derjenigen zustimmt, die nicht betroffen sind. Wie zum Beispiel wäre es mit der ehemals so erfolgreichen Parole: „Trau keinem über 30.“ Ssssss, ’s passt jetzt grad, in diesem Fall, mal gar nicht! Aber die Richtung!

„Weg mit den Babyboomern!“, das ist die Kampagne, die loszutreten sich @MarcSaxer seit einer ganzen Weile bemüht. 

Für einen Partei-Intellektuellen wie Saxer, der natürlich nicht zu blöd ist, den Stumpfsinn seiner Parole zu erkennen, ist ein solcher Versuch, einerseits,  eine Art Pakt mit dem Teufel. Denn natürlich wird eine nachwachsende Generation Y alsbald fordern: Weg mit der Generation X! Egal. Hic rhodos, hic salta – und dann sehn wir weiter! 

Für einen Intellektuellen wie @MarcSaxer ist eine solche Parole aber auch, andererseits, eine Armutszeugnis; der Deutsche trägt Lederhose und frisst Sauerkraut! So eine Populär-Pauschale ist wohlfeil, und wenn’s eng wird, gilt: Anwesende ausgenommen. Denn klar ist, dass jede Generation ihre Flachdenker und Ihre Leuchten hat, ihre Dumpfbacken und ihre Vordenker.  Die Gauss‘sche Verteilungskurve, eigentlich Handwerkszeug jedes Denkers! 

Soweit, so mittel. Ich hasse dieses selbstgerechte Geschwafel. Soll er doch etwas Belastbares zu Wege bringen, das ihn aus eigenem Recht in die vorderste Reihe schöbe, dann müsste er nicht so einen Mist erzählen; eine Überschrift allein reicht da nicht. Jaa, ich ärger mich: der getroffene Hund bellt – aber – wer schweigt, gesteht. 

Aber gut, ein gewisses Verständnis habe ich schon (auch ich wettere, wo ich kann, gegen den Mainstream; und natürlich versammeln sich dort überwiegend: die Babyboomer; und statistisch ist das ja auch unvermeidlich). Selbstredend ist der „Mainstream“ als Pauschalmenge ebenfalls unspezifisch und Blödsinn. Oft genug bin ich selber Mainstream. Ross und Reiter! Wer behauptet welchen Unsinn, um die Frage geht es: Persönlich mache ich mir Freunde, in dem ich dann exakt diese Personen kritisiere. Es stimmt: kampagnentauglich sind derlei Differenzierungen nicht.

Jaaa, sie haben schon ein Problem, diese „Generation X“.  
Hat irgendwer eine Idee?

 

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