Männerphantasien

Geschichte ist nicht linear

Klaus Theweleit über Anders Breivik

Theweleit im Gespräch mit dem Zürcher Tagesanzeiger

Als ich die Männerphantasien (in den 80ern) gelesen habe, habe ich in einer Mischung aus Erschrecken und Scham immer "der Mann als solcher" gedacht. Einige laute Feministinnen haben diese aggressive Beschämung gefördert. Es hat Jahre gedauert, bis ich am Beispiel meiner eigenen Entscheidungen gelernt habe und auch vertreten konnte: es gibt sone und solche.

Zu meinem Weltbild gehörte über Jahrzehnte auch die Vorstellung, dass erst aus dem Verstehen die Möglichkeit von Änderung (der Verhältnisse, Ursachen ...) erwächst. Diese meine Vorstellung, der auch ein linearer Begriff von Zeit/Geschichte zugrunde liegt, hat ihren Zenit überschritten. Heute denke ich eher in Sinuskurven.

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