Die-Herren-van-Deelen_01


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In einer Videobotschaft zum Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft 2013 nannte Ray Kurzweil den „richtigen Zeitpunkt“ als den Erfolgsfaktor von Innovationen. Die schönsten Erfindungen, sinngemäss, sind zur Unzeit für die Tonne.

Grosses Dilemma: : Wann - ist der richtige Zeitpunkt?

In diesen Tagen beschäftigen die Machenschaften der Geheimdienste im Allgemeinen und die der NSA im Besonderen einen markanten Teil der Öffentlichkeit. Wenige, wie IM Friedrich, machen sich mit Nullsprech, Dumm- und Feigheit vor dem Freund zum Gespött. Andere wenige zeigen Verständnis dafür, dass Staaten „spionieren müssen“. Und noch andere stellen fest, dass die USA sich in einer Reihe von Geheimverträgen seit 1945 (zuletzt 1989) „das Recht“ ausbedungen haben, auf deutschem Boden „alles“ zu tun, was der Sicherheit ihrer Streitkräfte und des Landes (der USA natürlich) diene. Bei Beckmann war jüngst zu sehen und zu hören, was jene denken, die denken: Wer politisch noch nicht völlig entschlafen ist, der ist empört. Es ist ein Skandal!

So, und so ähnlich ging es auch zu bei einer Diskussion unter Freunden. Da war, einerseits die Mehrheit, die sich in allen denkbaren Schattierungen der Empörung anschloss. Dagegen jedoch, und nur das ist an dieser Stelle berichtenswert, gab es ein Lager mit einer radikalen und sonst kaum gehörten Position, eine widersprechende, oder sagen wir, zustimmend widersprechende Position, nämlich die, dass all das Empören in der Sache vollkommen inadäquat sei und Placebo-verdächtig. Allein, so wurde von dieser Seite argumentiert, die Begriffe: Skandal, Empörung, etc.; in der politischen Auseinandersetzung sind derlei Vokabeln gleichsam wie Sandkastenspielzeuge, denn sie sind nicht nur falsch sondern auch unernsthaft und selbstgenügsam und ganz besonders in der Wirkung contraproduktiv, da sie die Aufmerksamkeit erlahmen. Die Sau werde durchs Dorf getrieben, danach Business as usual. Diese Ausdrucksformen politischer Meinungsbildung würden der politischen Willensbildung zuwider laufen und verlepperten sich, wie Rohrkrepierer, weit unterhalb der Flughöhe des Problems. Was aber, kam die Frage, wäre angemessen?

Bei mir weckte die Diskussion ein paar schmerzliche Erinnerungen, sozusagen Deutschland betreffend, die Innovation und überhaupt.

Es gab eine Zeit, als deutsche Maschinen den Weltmarkt beherrschten. Ich rede dem nicht das Wort, wie ich jedem „imperialen“ Gehabe und Getue zutiefst abgeneigt gegenüber stehe. Was ich jedoch, in meinen Rollen als Berater wie auch als Stammtischdenker, nicht ertragen kann ist, wie der deutsche Zeitgeist den Ehrgeiz und den Mut zersägt, Grosses zu denken und zu versuchen. „Wir müssen das Rad ja nicht neu erfinden.“ Das genau ist der Satz des Todes, des intellektuellen jedenfalls - und langfristig auch des wirtschaftlichen Niedergangs.

2001 war es nicht!

Aus diesen Erinnerungen berichte ich heute rückblickend von einer Initiative, Aktion Wasserschlag, die TIMElabs mit dem Branding „1st Data“ bei mehreren Gelegenheiten ab 2001 wenigstens vier höchstrangigen Entscheidungsträgern der Deutschen Telekom vorgestellt hat, plus T-Venture, der SAP und dem Deutschen Sparkassenverlag (der, nur falls das nicht sofort einleuchtet, als Zulieferer der Sparkassen insbesondere auch umfangreiche Datendienste für den Verbund bereitstellt).

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von  ISAAC VAN DEELEN

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